Politik
Und das ist auch Klaus so
2Aus paritätischen Gründen (Mensch Renate 1, Mensch Renate 2) wenden wir uns heute der Wahlwerbung der SPD zu.
Auslöser war der “Artikel” der, von mir hoch geschätzten Tissy Bruns im Tagesspiegel Und das ist auch Klaus so. Der entweder unter Drogeneinfluss oder aus einem Parallel-Universum geschrieben wurde.
Auch hier versuchen wir eine psychologische Annäherung an das Werk:
Interpretieren wir mit “Halt die Fresse Klaus”
Klaus ist gerne vor jeder Kamera
Klaus liebt Mutti
Geh ins Licht Klaus
So, die Tagesschau heute schon mal um 19:30
2Die unsägliche Eva Herman zitiert queer.de mit dem Bericht über die BIG-Partei (bei uns “Liebe BIG Partei in Berlin, Polemik kann ich auch…“) in den KOPP Nachrichten (wir haben darüber berichtet) und die ebenso unsägliche Partei “Die Freiheit” verbreitet das. Leider kann die Dame “queer” nicht einmal aussprechen.
Mensch Renate (Teil 2) – Herr Freud lässt grüßen.
7In unserem Spezial – Der Wahlk(r)ampf Berlin heute:
Nach dem großartigen Bild in der Bild über das wir berichtet haben, hier ein weiteres aus der SuperILLU (die anscheinen den gleichen Photoshop-Praktikanten beschäftigen)
Diesmal wollen wir nicht auf die, na sagen wir mal, optischen Unzulänglichkeiten des Schnappschusses (perfekt ausgeleuchtet hinter Marzahn) eingehen, sondern uns dem Machwerk psychologisch nähern.
- Renate sitzt auf dem Boden auf einer großen grünen Decke und betten Ihr gedankenschweres Haupt zur Not auf einer roten Nackenrolle, die Sie ganz kleingefaltet hat!
- Fest hält Sie das kleine rote Äpfelchen in ihrer Hand. Macht Sie Saft daraus?
- Die Jacke ist in der Farbe des Matriarchats. Ansonsten trägt Sie schwarz-weiß.
- Renate hat so viele Flaschen in ihrem grünen Korb das dieser fast umkippt.
- Renate hat sich sehr weit von den (Menschen in den) Hochhaussiedlungen entfernt.
- Zu dem fast aufrecht stehenden Weißbrot und der drallen Melone, sage ich mal nix. Herr Freud lässt grüßen.
Weiteres, exklusives Bildmaterial bei Renate isst.
Und wir haben uns auch der SPD angenommen Und das ist auch Klaus so
Zitat des Tages 22.08.11
0So also fassen wir zusammen: Jeder muss die Grenzen seiner Privacy selbst definieren. Ein Gemeinwesen muss sich Grenzen geben, um seine Struktur zu schützen. Unsere Struktur basiert auf dem Ich, also muss das geschützt werden. Die selbst definierte Privacy ist jedoch kein Selbstzweck und findet ihre Grenzen in der Sittlichkeit, also der sozialen Freiheit.
Persönliches zum Samstag – War ein wilder Monat – damals…
0Die großartige Aktion von Hr. Sonneborn bzw. DIE PARTEI mit den NPD-Plakaten (Die Partei gibt der NPD Gas [Adbust]) hat mich an einen der dunkelsten Momente diese Blogs erinnert.
Zum Verständnis bitte ich die folgenden Links zu lesen.
Wir haben 2008 sehr ausführlich (Berichte zum Tod Haiders) über den Tod des Rechtspopulisten recherchiert und berichtet. Und Nein, wir waren dabei nicht charmant, nachsichtig, politisch korrekt! Was einem Mitstreiter in Österreich am Ende Morddrohungen einbrachte.
Ich für meinen Teil konnte mich nur mit, sagen wir mal höflich, Beschimpfungen per Mail und in den Kommentaren abfinden. Hätte es damals schon hatr.org gegeben wären sie reich geworden.
Was haben wir gemacht? Nichts! Wir haben weder gelöscht noch verändert…Und, ratet mal – Nix ist passiert!
Also, stehenbleiben!
Liebe BIG Partei in Berlin, Polemik kann ich auch…
6In unserem Spezial – Der Wahlk(r)ampf Berlin heute:
Die neu gegründete Partei BIG (Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit) erliegt der Verführung des billigen Populismus und setzt auf Homophobie als Zugpferd im Kampf um Wählerstimmen und verteilt im Berliner Wahlkampf homophobe Flugblätter.
Finde die Fehler auf dem Bild!
Das mit der Integration üben wir dann im nächsten Grundkurs “Deutsch” noch mal, gell! Setzen 6!
Wen darf man foltern und wen nicht? von Manuel Wolff
1Ein Crosspost mit der freundlichen Genehmigung von Manuel Wolff aus Seinem Blog ui. (www.uiuiuiuiuiuiui.de)
Nachdem dem Kindesentführer und Mörder Gäfgen vor Gericht ein Schmerzensgeld zugesprochen wurde, weil ein Polizist ihm Folter angedroht hatte, machte sich in Deutschland wieder schnell eine Lynchmob-Mentaltität breit, voller Empörung, wie so etwas sein könne, dass “so einer” so etwas zugesprochen bekommt. Da liegt aber der fundamentale Denkfehler drin, der unseren Rechtsstaat vom Mittelalter unterscheidet: Ein Unrecht ist ein Unrecht und der Staat bemüht sich, dagegen vorzugehen, egal wem dieses Unrecht widerfährt, egal ob es ein guter Mensch, ein Arschloch oder ein Kindesmörder ist, Recht steht jedem zu. Sollte es zumindest.
Zu einem Rechtsstaat gehört auch, dass Gäfgen für seine Tat vor Gericht gekommen ist und zu einer angemessenen Strafe verurteilt wurde und nicht dem wütenden Mob zum Fraß vorgeworfen wurde. Dennoch würden viele ihm am liebsten auch die Kehle durchschneiden oder zumindest fordern, dass es auch jemand anderes tut. Allen voran die dreckige BILD-Zeitung, die von einem “Schand-Urteil” spricht und fragt “In was für einem Land leben wir eigentlich?”
Na in einem Rechtsstaat. An den die BILD-Zeitung anscheinend nicht so richtig glaubt. Und sich anmaßt Deutschlands Richter zu sein, denn sie kennen sich mit ihre Hetze ja besser aus, als Richter. Ein Schandurteil wäre etwas ganz anderes, ein Schand-Urteil wäre, wenn Polizisten hier in Deutschland Verdächtigen Folter androhen dürften, ohne dafür…
Gute Gründe für Pseudonyme
0Dieser Artikel ist eine Übersetzung von „A Case for Pseudonyms“ von Jillan York. Er steht unter einer CC-BY Lizenz. Übersetzung metronaut.de
Pseudonym
–Substantiv ein fingierter Name, besonders von Künstlern und Schriftstellern genutzt, um eine wahre Identität zu verbergen
Es gibt tausende von Gründen, warum jemand einen anderen Namen benutzen möchte, als seinen Geburtsnamen. Manche Leute haben Sorge, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage bedroht werden oder dass ihnen politisch oder ökonomisch Nachteile entstehen. Andere wollen Diskriminierung vermeiden oder einfach einen Namen nehmen, der leichter zu merken oder buchstabieren ist.
Online vervielfachen sich die Gründe für Pseudonymität. Die Kultur des Netzes hat die Menschen lange Zeit ermutigt, sich Nicknames oder Nutzernamen zuzulegen. Das sind Pseudonyme, die manchmal einen Bezug und manchmal keinen Bezug zur echten Person und der Offline-Identität hatten. Langjährige Internetnutzer haben teilweise dieselben Nicknames seit 20 Jahren.
Pseudonyme haben außerdem in der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt. Nicht nur in der Literatur von George Eliot und Mark Twain. Explizit politisch wurde zum Beispiel das Pseudonym „Publius“ genutzt, um in den Federalist Papers (einer Artikelserie in New Yorker Zeitungen), die Bevölkerung von der amerikanischen Verfassung zu überzeugen. Und auch im England des 18. Jahrhunderts griff ein „Junius“ im Public Advertiser in die politische Debatte ein. Die Menschen haben also schon immer unter Pseudonymen stark zum politischen Diskurs beigetragen – und sie tun es heute noch. (weiterlesen …)
Engagiert Euch! Stéphane Hessel legt nach
1Crosspost via TheIntelligence.de
Sein Buch “Empört Euch!” wurde nicht nur in Frankreich zum Kassenschlager, auch in Deutschland sind Unmengen davon über die Ladentische der Buchhändler gegangen und das vollkommen zu Recht. Heute erscheint das Nachfolge-Werk von Stéphane Hessel. Es trägt den Titel „Engagiert Euch!“ und knüpft mehr oder weniger direkt an seinen Vorgänger an.
Mit dem Unterschied, dass nicht Stéphane Hessel alleine zu Wort kommt, sondern ein Gespräch mit dem jungen Journalisten Gilles Vanderpooten zu lesen ist, das in den Jahren 2009 bis 2011 entstanden ist. (weiterlesen …)
Und nun?
4Vorwort von palisadesberlin:
Letzte Woche fragte mich @lao_tse via Twitter ob der Beitrag Der König ist tot – lang lebe der König, den Er in Seinem Blog veröffentlicht hat, interessant für einen Crosspost wäre? Das war und ist er!
Wie @lao_tse in diesem zweiten Artikel beschreibt, ist dann einiges “ins Rollen” gekommen. Das kann man u.a. an den Kommentaren in seinem Blog deutlich sehen.
Auch +Gunter Dueck und +Sascha Lobo haben reagiert. Wir haben uns dazu gestern, zumindest mit Gunter Dueck, bei Google+ “unterhalten”. Haben sehr unkompliziert und schnell Antworten auf unsere Fragen bekommen, wollen es aber G. Dueck überlassen darauf “öffentlich” zu reagieren – aus Gründen! Im Rahmen unseres gestrigen Chats hat mich Gunter Dueck noch auf folgendes hingewiesen:
“Ist es schon bekannt, dass alles noch charmant in Reden rübergebrachte in acht Wochen als Buch erscheint? Da steht dann aber echt alles! Ich durfte das damals im April nicht sagen, weil der Titel sonst vielleicht geklaut wird…da sind Verlage sehr vorsichtig..” (G.Dueck bei G+) Gunter Dueck: Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt
Jetzt aber zum neuen Text von @lao_tse, den er palisades-berlin.de freundlicherweise vorab veröffentlichen lässt. Danke!
Und nun?
Ich muss gestehen, dass ich ein wenig überwältigt bin. Dachte ich bis letzte Woche noch, ich könnte hier ganz unbehelligt auf meiner Blogwolke herumlümmeln und gelegentlich kleine Giftpfeile über den Rand werfen, wurde ich von ungeahnter Resonanz und daraus resultierender Erkenntnis heimgesucht: Menschen lesen meinen Blog! Echte Menschen! Und Prominente! Und Trolle.
Früher dachte ich immer, dass diese Gelüste nach fünfzehn Minuten Ruhm, von denen Andy Warhol sprach, nur vom Fernsehen befriedigt werden könnten, aber damit war es wohl spätestens nach Aufkommen der Privatsender vorbei, weil da immer alle was anderes geguckt haben als die fünfzehn Minuten des Nachbarn. Und Ruhm ohne Zuschauer ist eben eine zweifelhafte Sache. Mittlerweile ist Fernsehen ohnehin auf dem Weg, den der Zirkus schon lange hinter sich gelassen hat. (Für alle jungen Leser: Zirkus war eine Tier- und Akrobatikshow in einem zugigen Zelt, in das man seine Kinder mitnahm, um seine eigene nostalgische Wehmut zu bedienen.)
Das Internet bietet im Gegensatz zum Fernsehen wundersame Möglichkeiten, die Resonanz des eigenen Tuns zu beobachten. So weiß ich zum Beispiel, dass Sascha Lobo meinen letzten Blogeintrag gelesen hat (und noch einen früheren), was ich angesichts der überwältigenden Flut von Geblogtem im Internet, doch überraschend und schmeichelhaft fand. Er hat sich sogar die Zeit genommen, mir seinen von mir heftig kritisierten Standpunkt zu erklären, was ich hochanständig finde. Nur ist es nicht so, als verstünde ich seinen Standpunkt nicht – ich halte ihn lediglich für destruktiv.
Ich bemerke gelegentlich, dass ich von Menschen, sogar von guten Bekannten, angefremdelt werde, wenn ich erkläre, dass wir keinen Fernseher zuhause haben. Die meisten Menschen fürchten dahinter Gutmenschentum (Attila der Gutmensch, die Geißel des 21. Jahrhunderts) und beruhigen sich erst wieder, wenn ich den Fernsehverzicht damit begründe, dass ich mich außerstande sehe, den Konsum zu dosieren und früher häufig von dem Gefühl geplagt wurde, der Fernseher schaue mir mehr zu als ich ihm. (weiterlesen …)








