Beiträge mit tag "Berlin
Da waren zu viele Homosexuelle drin
0Im Blog von antiteilchen fand ich folgendes bemerkenswertes Video. Wenn ich so etwas sehe, kann ich es kaum erwarten, das dieser Sender mit solch qualitativ guten Beiträgen auf Sendung geht! Übrigens, das sind Schüler einer Berliner Realschule!
Link: sevenload.com
Berlin: Hetero wurde Opfer von Schwulenfeindlichkeit
0Ein auf dem Fahrrad heim-fahrender Familienvater wurde im Berliner Volkspark Friedrichshain für schwul gehalten und krankenhausreif geschlagen.
Weil er sich zu weit von seinen Mitfahrern entfernt hatte, blieb er stehen, um auf sie zu warten. Im nächsten Moment sei er von einer Gruppe von sechs bis acht Jugendlichen umringt worden, die ihn vom Fahrrad zerrten und brutal…
weiter bei www.queer.de
Sonne im Arsch…
0Greenpeace vertritt eindrucksvoll die Meinung, dass man, solange dem Menschen kein Licht aus dem Allerwertesten scheint, auf Leuchtmittel zurückgreifen sollte, die wenig Energie verbrauchen und somit umweltfreundlich sind. Ein Thema, dass uns alle betrifft und deswegen uns auch nicht am A…. vorbei gehen sollte.
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Verbote liegen im Trend
0Lorenz Maroldt über das Berliner Bürgergängeln
Berlin - Die Berliner Gesundheitssenatorin ist ganz doll zufrieden, und die Drogenbeauftragte des Senats bestätigt: “Das Rauchverbot liegt im Trend”: Von heute an wird das Nichtraucherschutzgesetz, das in allen Gaststätten außerhalb abgeschotteter Zellen seit einem halben Jahr gilt, auch noch sanktioniert: Bis zu 100 Euro kostet das den erwischten Raucher, bis zu 1000 Euro den erwischten Gastwirt. Bereits ein stehen gelassener Aschenbecher auf dem Kneipentisch gilt als Beweis.
Doch diesmal haben sich die Bürokraten selbst ein Loch in die Akten gebrannt. Gerade mal die Hälfte der vom Senat zugesagten 88 Kontrolleure treten ihren Dienst in den Bezirken an. So veranstaltet Charlottenburg-Wilmersdorf vorsichtshalber erstmal Testwochen mit drei Leuten für 1800 Gaststätten, in Friedrichshain-Kreuzberg soll das “Interventionsteam Jugendschutz” mit vier Leuten über 4000 Restaurants, Kneipen und Bars wachen, in Mitte und Pankow zieht die Raucherwehr überhaupt nur bei Beschwerden los und in Neukölln und Spandau erstmal gar nicht. Gleichzeitig am Personal sparen und mehr einnehmen wollen geht eben schlecht.
Bei der Umweltzone hat die Abzocke dagegen prima geklappt, da konnten die Plakettenfetischisten in der Verwaltung engagiert ihr Hobby pflegen. 14.000 Verfahren wurden seit Februar eingeleitet, zumeist gegen ahnungslose Touristen. In Hannover, das auch eine Umweltzone hat, waren es im selben Zeitraum gerade mal 40. Ist Berlin etwa 350 mal größer als Hannover?
Ja, die Drogenbeauftragte hat schon recht: Verbote liegen beim Senat so sehr im Trend, dass die eifrigen Ordnungsämter kaum noch hinterher kommen. Das Bürgergängeln ist ganz groß in Mode. Deutlich weniger geraucht wurde übrigens auch schon vor dem Verbot. Das ist der wahre Trend. Fast überall haben sich Wirte und Gäste darauf eingestellt, eine optimale Situation: In den meisten Läden wird nicht mehr geraucht, wer es dennoch will, weiß aber auch, wo es noch geht. Doch jetzt schlägt die Stunde der Denunzianten. Von den 4000 Gaststätten in Friedrichshain-Kreuzberg wurden schon 200 als auffällig gemeldet. Die bekommen demnächst Besuch und werden abkassiert, selbst wenn niemand dort, weder die rauchenden Gäste, noch die rauchende Bedienung, etwas gegen den Qualm einzuwenden hat.
Immerhin: Es ist hier noch nicht so absurd wie in Holland, wo ebenfalls seit heute das Rauchverbot gilt – sogar in den berühmten Coffeeshops, in denen auch weiterhin Marihuana geraucht werden darf. Aber womit? Die ersten experimentieren bereits mit Huflattich, hm… Ach, da würde man doch zu gerne mal eine Kontrolle sehen: Bitte wickeln Sie Ihren Joint aus, wir wollen überprüfen, ob sie verbotenen Tabak darunter gemischt haben!
Hierzulande müssen wir uns vorerst darauf beschränken, zwei Damen vom Amt dabei zuzusehen, wie sie in einer vollgequalmten Weddinger Eckkneipe mit einem durchschnittlichen Alkoholpegel von 2,5 Promille für Ordnung sorgen wollen. Das gibt wirklich dicke Luft! Eine erheiternde Vorstellung. Da muss man zum Lachen nicht mal kiffen.
Erschienen am 1. Juli 08 im Tagesspiegel
Die BZ zum "Homo"-Mahnmal
1Heute in der BZ Berlin. Na da schau einer an:
Mein Ärger …
Ich besuchte das Denkmal der küssenden Männer im Tiergarten und finde, es wird den naziverfolgten Homosexuellen nicht gerecht
Ende Mai wurde im Tiergarten das Denkmal für die in der NS-Zeit ermordeten Homosexuellen der Öffentlichkeit übergeben. Vom Kulturstaatsminister des Bundes, Bernd Neumann. 14 Jahre lang war um das Denkmal gestritten worden, jetzt ist es da. Zu meiner Verwunderung nimmt es aber kaum jemand wirklich zur Kenntnis.
Ich stand, ganz allein, gegenüber dem Holocaust-Mahnmal, vor einem großen grauen schief stehenden Würfel. Ich blickte durch ein Guckloch und eine Glasscheibe in das Innere. Dort sah ich zwei Männer, die sich küssen, der eine hat kurzes helles Haar, der andere dunkles längeres. Sie stehen unter einem Baum in einem Park. Der Film ist in schwarz-weiß gehalten und fängt alle paar Minuten von vorne an. Ästhetisch ist er gelungen, die Männer sehen nett aus.
Ich verließ den Würfel und stieß erst dann auf eine Gedenktafel, die vorne am Weg aufgestellt ist. Dort steht: „Mit diesem Denkmal will die Bundesrepublik Deutschland die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten…“ Erst hier erfuhr ich von dem Entsetzlichen: In der Hitler-Zeit wurden in Deutschland rund 54000 Homosexuelle zu Haftstrafen verurteilt, etwa 7000 wurden von den Nazis in Konzentrationslagern gefoltert und ermordet.
An dieses Grauen hatten mich die küssenden Männer in Schwarz-Weiß aber in keiner Weise erinnert. Der Film zeigte mir einen Ausschnitt aus dem Alltag eines schwulen Paares. Er stellt meiner Meinung nach keinen Zusammenhang mit dem tausendfachen Leid der Homosexuellen in den Konzentrationslagern der Hitler-Zeit her. Und der graue Würfel mit dem Guckloch tut es auch nicht.
Ähnlich unverständlich wirkte anfangs auch das Holocaust-Mahnmal auf mich: Die vielen grauen Stelen sagten mir wenig. Erst das unterirdische Dokumentationszentrum führte mir vor Augen, woran hier eigentlich erinnert werden soll.
Das Homosexuellen-Denkmal braucht dringend eine Ergänzung, eine Erklärung. Sonst wird es in meinen Augen dem Ernst der Sache nicht gerecht.
zum BZ-Artikel
Alle fingern herum
0Schon klar. Zum einen hat Steve Jobs bei seinen iPhone-Präsentationen vermutlich saubere Finger gehabt, zum anderen gehört es heute einfach wieder zum guten Ton, mit blossen Händen auf Bildschirmen rumzufuchteln. Deshalb rücken auch andere jetzt mit ihren Fummel-Fantasien heraus. Google zeigt nun auch, dass man Handies mit mehr als einem Finger bedienen kann. Und das neue und sicher wieder epochal die Welt verändernde Windows 7 soll ja auch Fingerspitzen verstehen können. Nur zu verständlich. Surface war vermutlich selbst Ballmer zu wenig flexibel. Man will ja nicht immer seinen eigenen Tisch ins Restaurant mitnehmen und so aussehen, als hätte sich Obelix einen Handheld gebaut.
Aber so ganz unter…also ehrlich…das dreckt auf dem Schirm wahnsinnig. Vor allem im Sommer, wenn man schwitzt wie ein Gallier. Einmal ein Bild in die Länge gezogen, und man hat zwei überlange Fingerabdrücke auf dem Display. Und nach vier Tagen ohne Putzen sieht der edle 20″-Screen aus wie eine Schmierfläche für Putzmittel-Werbung.
Vielleicht wird das ja dann mit dem Data-Glove ganz anders laufen, als man in den 90ern dachte. Mehr so in Richtung Junge, zieh Dir Handschuhe über, bevor Du Downloaden gehst. Man weiss es heute noch nicht.
smash homophobia
0
Erfreulich viele Menschen beteiligten sich am Mo, den 9. Juni 2008 an einer spontanen Solidaritäts-Demonstration durch Kreuzberg.
Anlaß war ein brutaler homophober Überfall am Wochenende, bei dem mehrere Gäste eines Dragfestivals vor dem SO 36 verletzt worden waren. Über 1000 Menschen starteten gegen 19.45 Uhr am Mariannen-platz. Der Demozug, der unterwegs deutlich anstieg (Schätzungen sprechen von bis zu 3000 TeilnehmerInnen) endete auf dem Heinrichplatz mit Musik und Redebeiträgen in deutsch, türkisch und hebräisch.
Vorgeschichte: In der Nacht vom 7. zum 8. Juni fand das Dragfestival im SO36 statt.
Als die letzten Gäste gingen und das SO36 schon am schliessen war, wurde eine Gruppe Frauen/Lesben am Heinrichplatz von mehreren Männern, die aus 3 vorbeifahrenden Autos sprangen, zusammen-
geschlagen.
Einer der Wagen hatte einen Aufkleber der faschistischen “Grauen Wölfe” am Heck kleben. Die Frauen/Lesben wurden niedergeschlagen und am Boden weitergetreten. Dann sind die Angreifer zurück in die Autos und fuhren weg.
Die Betroffenen trugen Verletzungen davon, eine war ca. 5 Minuten bewußtlos. Die DemoorganisatorInnen berichteten, dass sich in den letzten Tagen verbale und/oder körperliche Angriffe auf homosexuelle/queere/linke Menschen häufen würden.
siehe auch:


